Eurasisches Eichhörnchen – Der Sammler des Waldes

Allgemein

Aussehen

Das eurasische Eichhörnchen besitzt ein dichtes Fell, das in verschiedenen Farbvarianten auftreten kann: von rotbraun über dunkelbraun bis hin zu fast schwarz. Die Unterseite ist meist deutlich heller. Auffällig sind der lange, buschige Schwanz sowie die im Winter oft sehr ausgeprägten Ohrpinsel. Der Körper ist schlank, mit kräftigen Hinterbeinen, die weite Sprünge ermöglichen.

Männchen und Weibchen unterscheiden sich äußerlich kaum.

Jungtiere sind kleiner, wirken insgesamt feiner gebaut und besitzen ein noch kürzeres, weniger dichtes Fell.

Verbreitung

Das eurasische Eichhörnchen ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet.

In Deutschland kommt es nahezu flächendeckend vor und ist sowohl in ländlichen als auch in städtischen Gebieten häufig anzutreffen.

Lebensraum

Das eurasische Eichhörnchen bevorzugt Laub‑, Misch‑ und Nadelwälder mit ausreichend alten Bäumen.

Auch Parks, Gärten und Friedhöfe werden besiedelt, solange genügend Nahrung und Baumstrukturen vorhanden sind.

Wichtig sind geeignete Plätze zum Bau von Kobeln.

Fortpflanzung

Nest: Kobel - kugelförmiges Nest aus Zweigen, Blättern und Moos, meist in Astgabeln oder nahe am Stamm gebaut

Fortpflanzungszeit: Januar–Februar und Mai–Juni

Würfe: 1–2 pro Jahr mit 2–5 Jungtieren

Tragzeit:‍ ‍36–38 Tage

Säugezeit: 6–10 Wochen

Geschlechtsreife: 10–12 Monaten

Jungtiere sind Nesthocker, bis ihnen eine wasserdichtes Fell gewachsen ist (3-4 Wochen)

Nahrung

Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Samen, Nüssen, Knospen und Früchten.

Ergänzend frisst es Pilze, Beeren sowie gelegentlich Insekten oder Vogeleier.

Typisch ist das Anlegen von Nahrungsvorräten für den Winter, wobei oft mehrere tausend Samen und Nüsse versteckt werden. Das eurasische Eichhörnchen kann sich an einen großen Teil dieser Verstecke erinnern und orientiert sich dabei an Geländemerkmalen sowie am Geruch. Dennoch wird ein Teil der Vorräte nicht wiedergefunden, was ökologisch bedeutsam ist, da daraus neue Bäume wachsen können.

Beobachtungstipp

Sehr gut in Parks, Gärten und Wäldern zu beobachten.

Besonders aktiv in den Morgen‑ und Nachmittagsstunden.

Oft verraten herabfallende Nussschalen oder raschelnde Geräusche im Laub seine Anwesenheit.

Verbreitungskarte