Heimische Tierwelt - Verborgene Schönheiten

  • Ein Sperling sitzt auf einem dünnen Ästchen in einem winterlichen Umfeld mit verzierten Ästen und schneebedeckter Oberfläche.

    Alpenbirkenzeisig

    Der Alpenbirkenzeisig (Acanthis flammea) ist ein kleiner, lebhafter Finkenvogel mit einem auffälligen roten Stirnfleck. Mit seinem feinen Schnabel ist er gut an die Aufnahme kleiner Samen angepasst. Er besiedelt hohe, karge Landschaften wie lichte Bergwälder, Gebüschzonen und Bereiche nahe der Baumgrenze. In Deutschland tritt er vor allem im Alpenraum sowie als Wintergast auch in tieferen Lagen auf. Häufig ist er in kleinen, rufenden Trupps unterwegs, die gemeinsam nach Nahrung suchen.

  • Ein kleiner Vogel steht im flachen Wasser eines Sees oder Flusses, im Hintergrund sind zwei größere Vögel schwimmend zu sehen. Im Vordergrund sind Steine, Wasser und eine dünne Baumwurzel sichtbar.

    Alpenstrandläufer

    Der Alpenstrandläufer (Calidris alpina) ist ein kleiner Watvogel, der vor allem während der Zugzeiten in großen Trupps an Küsten und Binnengewässern auftritt. Mit seinem gedrungenen Körper, dem leicht nach unten gebogenen Schnabel und dem meist graubraunen Gefieder ist er gut an das Leben im Watt angepasst. In Deutschland ist er vor allem als Durchzügler und Wintergast zu beobachten. Typisch ist sein rastloses Suchen nach Nahrung auf Schlick- und Sandflächen.

  • Ein schwarzer Vogel mit orangefarbenem Schnabel sitzt auf einem moosbedeckten Baumarm in einem grünen Wald.

    Amsel

    Die Amsel (Turdus merula) ist einer der bekanntesten heimischen Singvögel – ihr melodischer Gesang gehört zum typischen Klangbild von Gärten, Parks und Wäldern. Männchen sind tiefschwarz gefärbt und tragen einen auffällig gelben Schnabel sowie einen gelben Augenring, während Weibchen und Jungvögel eher braun gefärbt sind. Amseln sind standorttreu, anpassungsfähig und oft auch in städtischen Gebieten aktiv. Sie sind ganzjährig in Deutschland zu beobachten und hüpfen oft am Boden, auf der Suche nach Würmern und Insekten, umher.

  • Ein schwarzer und weißer Storch mit orangem Schnabel steht auf einer Wiese im Sonnenlicht, im Hintergrund unscharfer Himmel und Bäume.

    Austernfischer

    Der Austernfischer (Haematopus ostralegus) ist ein auffälliger Watvogel der Küsten und offenen Landschaften. Mit seinem kontrastreichen schwarz‑weißen Gefieder, den rosa Beinen und dem kräftigen roten Schnabel ist er unverwechselbar. Er lebt vor allem an Küsten, im Wattenmeer und auf vorgelagerten Inseln, kommt jedoch zunehmend auch im Binnenland vor. Sein lauter, durchdringender Ruf macht ihn oft schon aus großer Entfernung bemerkbar und prägt vielerorts das Klangbild der Küstenlandschaften.

  • Ein Schwarz-Weiß-Vogel sitzt auf einem Ast in einem Baum mit einer grünlichen, verschwommenen Hintergrund.

    Bachstelze

    Die Bachstelze (Motacilla alba) ist ein schlanker, lebhafter Singvogel, der mit seinem wippenden Schwanz und trippelnden Laufbewegungen sofort auffällt. Ihr kontrastreiches schwarz-weiß-graues Gefieder verleiht ihr ein elegantes Erscheinungsbild. Man trifft sie häufig an Gewässerufern, auf Wiesen oder in Dörfern an, wo sie Insekten am Boden jagt. Ihr fröhlicher Ruf und das ständige Schwanzwippen machen sie leicht erkennbar.

  • Ein orange-gelber Vogel mit schwarzen und weißen Gesichtsmerkmalen sitzt auf einem trockenen Grashalm in einer warmen, natürlichen Umgebung.

    Bartmeise

    Die Bartmeise (Panurus biarmicus) ist ein auffälliger Schilfbewohner, der mit seinem langen Schwanz und dem schwarzen „Bart“ der Männchen sofort ins Auge fällt. Sie lebt ganzjährig in großen, zusammenhängenden Schilfgebieten und ernährt sich je nach Jahreszeit von Insekten oder Schilfsamen. Trotz ihres Namens ist sie keine echte Meise, sondern näher mit Lerchen verwandt und die einzige Art ihrer Familie.

  • Ein bunt gemusterter Vogel sitzt auf einem Baum mit gelben Flechten auf den Zweigen, im Hintergrund ist das Grün der Natur sichtbar.

    Bergfink

    Der Bergfink (Fringilla montifringilla) ist ein auffälliger Finkenvogel, der besonders im Winter in Mitteleuropa erscheint. Mit seiner orangefarbenen Brust und den kontrastreichen schwarz‑weißen Flügeln ist er gut zu erkennen. Während der Brutzeit lebt er vor allem in den Birken‑ und Nadelwäldern Nordeuropas. Im Winter zieht er in großen Schwärmen nach Mittel‑ und Südeuropa. Dabei tritt er oft gemeinsam mit Buchfinken auf und kann in nahrungsreichen Jahren sehr große Ansammlungen bilden.

  • Ein Otter im Wasser, der auf einem Stein oder Baumstamm sitzt, mit Wasser und Schnee im Hintergrund.

    Bisamratte

    Die Bisamratte (Ondatra zibethicus) ist ein mittelgroßer, an das Wasser angepasster Nager, der ursprünglich aus Nordamerika stammt und heute auch in Europa weit verbreitet ist. Sie lebt vor allem an Ufern von Seen, Flüssen und Gräben mit dichter Vegetation, wo sie schwimmend oder tauchend nach Nahrung sucht. Typisch sind ihr dichtes, wasserabweisendes Fell und der seitlich abgeflachte Schwanz, der beim Schwimmen hilft. In Deutschland ist sie flächendeckend verbreitet und lässt sich meist in Gewässernähe beobachten, auch wenn sie sich oft eher unauffällig verhält.

  • Blaukehlchen

    Das Blaukehlchen (Luscinia svecica) ist ein heimischer Singvogel, der mit seiner leuchtend blauen Kehle (Männchen) sofort ins Auge fällt. Es lebt bevorzugt in feuchten, ufernahen Gebieten mit dichtem Gebüsch und Schilf. Sein Gesang ist melodisch und abwechslungsreich – oft trägt es ihn gut hörbar von erhöhten Zweigen vor. In Deutschland ist es vor allem im Frühling und Sommer zu beobachten, bevor es im Herbst nach Afrika zieht.

  • Ein Blaumeise sitzt zwischen gelben Blüten an einem Busch.

    Blaumeise

    Die Blaumeise (Cyanistes caeruleus) ist eine unserer häufigsten und buntesten Gartenvögel. Mit ihrer blauen Kopfkappe, der weißen Wangenmaske und der leuchtend gelben Brust ist sie ein echter Hingucker. Sie bewohnt Gärten, Parks und lichte Wälder, wo sie flink und akrobatisch durch Zweige turnt. Ihr Gesang ist hell und lebhaft – oft zu hören, wenn sie sich lautstark bemerkbar macht. In Deutschland ist die Blaumeise ganzjährig zu sehen und besonders im Winter ein gern gesehener Gast an Futterstellen.

  • Der Schnabel eines schwarzen Vogels, wahrscheinlich ein Neuweltgeier, liegt in einem Nest aus Zweigen und Gräsern, umgeben von grünen Pflanzen.

    Blässhuhn

    Das Blässhuhn (Fulica atra) ist ein häufiger Wasservogel, der mit seiner schwarzen Gefiederfärbung und dem markanten weißen Stirnschild sofort auffällt. Es bewohnt vor allem stehende oder langsam fließende Gewässer mit dichtem Uferbewuchs. Auffällig ist sein hektisches, tauchendes Verhalten sowie seine lauten, keckernden Rufe. In Deutschland ist das Blässhuhn ganzjährig zu beobachten – im Winter oft in größeren Gruppen auf eisfreien Gewässern.

  • Ein kleiner Vogel mit rotem und grauem Gefieder sitzt auf einem gelb-gesprenkelten Ast vor einem grünen unscharfen Hintergrund.

    Bluthänfling

    Der Bluthänfling (Linaria cannabina) ist ein schlanker Finkenvogel, der mit insbesondere durch seinem perlenden Gesang und den roten Brust- und Stirnflecken der Männchen auffällt. Er bevorzugt offene Landschaften mit Hecken, Feldrainen und Brachen, wo er meist Samen frisst und zur Brutzeit auch Insekten jagt. Besonders im Frühling ist er gut zu beobachten, wenn die Männchen von exponierten Sitzwarten aus lautstark singen und ihr Revier verteidigen.

  • Bunter Vogel auf einem Ast in einem grünen Blätterbaum

    Buchfink

    Der Buchfink (Fringilla coelebs) ist einer der bekanntesten und am weitesten verbreiteten Singvögel Deutschlands. Sein kräftiger Gesang ist in Wäldern, Parks und Gärten weit zu hören und prägt viele Landschaften über Monate hinweg. Er bevorzugt lichte Wälder, Parks und strukturreiche Kulturlandschaften, wo er geschickt am Boden nach Samen und Insekten sucht. Sein farbenfrohes Federkleid macht ihn zu einem der auffälligsten heimischen Finken.

  • Ein Buntspecht sitzt auf einem Baumstamm in einem verschneiten Wald, umgeben von Baumzweigen.

    Buntspecht

    Der Buntspecht (Dendrocopos major) ist ein vertrauter Bewohner unserer Wälder, Gärten und Parks. Mit seinem schwarz-weißen Gefieder, dem roten Unterschwanz und dem kräftigen Schnabel ist er sofort zu erkennen. Unermüdlich klopft und trommelt er an Baumstämmen, um Insekten unter der Rinde aufzuspüren oder sein Revier zu markieren. Dank seiner speziellen Zehenstellung und dem stützenden Schwanz kann er mühelos senkrecht an Stämmen klettern – ein echter Meister seines Handwerks.

  • Ein bunter Vogel, ein Eisvogel, sitzt auf einem Ast in einem dichten, grünen Wald.

    Eisvogel

    Der Eisvogel (Alcedo atthis) ist ein leuchtend gefärbter Jäger, der mit seinem schillernd blauen Rücken und der orangefarbenen Unterseite sofort ins Auge fällt. An klaren, fischreichen Bächen und Flüssen stürzt er sich blitzschnell ins Wasser, um kleine Fische zu erbeuten. Sein markanter Ruf und die pfeilschnellen Flüge entlang des Ufers machen ihn gut erkennbar. In Deutschland ist er ganzjährig zu beobachten, doch harte Winter können seinem Bestand zusetzen.

  • Ein Eichhörnchen klettert an einem Baumstamm im Wald.

    Eurasisches Eichhörnchen

    Das Eurasisches Eichhörnchen (Sciurus vulgaris) ist ein kleiner, wendiger Baumbewohner, der vor allem durch seine Kletterfähigkeit und seinen buschigen Schwanz auffällt. Sein Fell kann rötlich, braun bis fast schwarz gefärbt sein, wobei die Unterseite meist heller ist. Es lebt überwiegend in Wäldern, Parks und Gärten und ist dort häufig in den Baumkronen unterwegs, wo es geschickt von Ast zu Ast springt. Trotz seiner geringen Größe wirkt es sehr aktiv und flink, während es auf Nahrungssuche ist oder Vorräte anlegt. In Deutschland ist es weit verbreitet und passt sich gut an unterschiedliche Lebensräume an. Als tagaktives Tier lässt es sich besonders in den Morgen- und Nachmittagsstunden gut beobachten.

  • Ein Entenkopf schwimmt auf einem Wasserteich mit reflektierenden Wasseroberfläche.

    Gänsesäger

    Der Gänsesäger (Mergus merganser) ist eine große, schlanke Entenart, die besonders durch ihren langen, schmalen Schnabel und ihre Spezialisierung auf die Fischjagd auffällt. Er lebt vor allem an klaren Seen und Flüssen und ist dort meist im Wasser anzutreffen, wo er geschickt und ausdauernd tauchend nach Fischen jagt. Trotz seiner Größe wirkt er ruhig und elegant, bewegt sich jedoch schnell und zielgerichtet unter Wasser. In Deutschland ist er vor allem im Winter häufiger zu beobachten, tritt aber in geeigneten Gebieten auch als Brutvogel auf.

  • Ein bunter Vogel mit orange, schwarz, grau und weißen Gefieder sitzt auf einem Ast im Schnee.

    Gimpel

    Der Gimpel (Pyrrhula pyrrhula) ist ein heimischer Finkenvogel, der vor allem durch das kontrastreiche Gefieder der Männchen mit leuchtend roter Brust auffällt. Er lebt bevorzugt in strukturreichen Wäldern, Waldrändern, Hecken sowie in Parks und Gärten. Dort hält er sich meist verborgen in dichter Vegetation auf und ernährt sich überwiegend von Knospen, Samen und Beeren. In Deutschland ist der Gimpel weit verbreitet und vielerorts ganzjährig zu beobachten.


  • Ein Gänseprofil mit braunem Kopf und orangefarbenem Schnabel auf einem grasbewachsenen Boden

    Graugans

    Die Graugans (Anser anser) ist eine große, kräftig gebaute Gans, die vor allem durch ihr graubraunes Gefieder und ihre lauten, trompetenden Rufe auffällt. Sie lebt überwiegend an Seen, Flüssen und Feuchtgebieten und ist dort häufig auf Wiesen und Feldern bei der Nahrungssuche zu beobachten. Trotz ihrer Größe wirkt sie ruhig und gesellig, da sie oft in Gruppen auftritt. In Deutschland ist sie weit verbreitet und auch ganzjährig in vielen Regionen vertreten, da ein Teil der Population nicht mehr zieht. Besonders im Frühjahr und Herbst ist sie häufig in größeren Trupps oder in typischen Flugformationen zu beobachten.

  • Graureiher

    Die Graureiher (Ardea cinerea) ist ein großer, langbeiniger Watvogel mit überwiegend grauem Gefieder, der vor allem durch seine ruhige Erscheinung und seinen langen, dolchartigen Schnabel auffällt. Er lebt überwiegend an Seen, Flüssen und Feuchtgebieten und ist dort häufig im flachen Wasser auf der Suche nach Nahrung zu beobachten. Trotz seiner Größe bewegt er sich meist langsam und bedacht, kann bei der Jagd jedoch blitzschnell zuschlagen. In Deutschland ist er weit verbreitet und ganzjährig anzutreffen, da viele Populationen als Standvögel in ihren Brutgebieten verbleiben. Besonders auffällig ist sein Flugbild mit eingezogenem Hals und langsamen, kräftigen Flügelschlägen.

  • Zwei Hasen, die auf einer Wiese stehen, mit einem offenen Schnabel. Im Hintergrund sind weite, offene Felder.

    Großtrappe

    Die Großtrappe (Otis tarda) ist der schwerste flugfähige Vogel der Welt und lebt bevorzugt in weiten, offenen Landschaften wie Wiesen, Feldern und Steppen. Ihr Gefieder ist rostbraun mit feiner Sprenkelung, Kopf und Hals erscheinen grau. Besonders eindrucksvoll ist das Männchen zur Balzzeit: Es präsentiert auffällige weiße Federn an Hals und Flanken und führt spektakuläre Balztänze auf. Großtrappen sind äußerst scheu und meiden menschliche Störungen. In Deutschland kommen sie nur noch in wenigen Schutzgebieten in Brandenburg und Sachsen-Anhalt vor – dort kann man sie mit etwas Glück ganzjährig beobachten.

  • Ein Vogel hängt an einem Ast in einem Tannennbaum, umgeben von grünen Nadeln und einer Kiefernnadelkugel, mit unscharfem Hintergrund und warmem Licht.

    Haubenmeise

    Die Haubenmeise (Lophophanes cristatus) ist eine kleine, aber sehr markante Meisenart, die vor allem durch ihre schwarz-weiße Federhaube auffällt. Sie lebt überwiegend in Nadel- und Mischwäldern mit altem Baumbestand und ist dort meist paarweise unterwegs. Trotz ihrer auffälligen Erscheinung verhält sie sich eher zurückhaltend und bleibt häufig im dichten Geäst verborgen. In Deutschland ist sie regional verbreitet, vor allem in den Mittelgebirgen und größeren Nadelwaldgebieten, und gilt als standorttreuer Standvogel.

  • Jagdfasan

    Der Jagdfasan (Phasianus colchicus) ist ein großer, überwiegend bodenlebender Hühnervogel, der vor allem durch das farbenprächtige, metallisch schimmernde Gefieder der Männchen auffällt. Er hält sich meist in offenen bis halboffenen, strukturreichen Landschaften auf, wo Felder, Wiesen, Hecken, Brachen und Feldränder ausreichend Nahrung und Deckung bieten. In Deutschland ist der Jagdfasan in weiten Teilen verbreitet, wobei die Bestandsdichte regional stark variiert und häufig auf frühere Aussetzungen zurückgeht. Als standorttreue Art bleibt er ganzjährig in seinem Lebensraum und ist dort zu allen Jahreszeiten zu beobachten.

  • Ein Papagei sitzt auf einem Baumast und blickt in die Kamera.

    Kernbeißer

    Der Kernbeißer (Coccothraustes coccothraustes) ist ein kräftiger und auffälliger Finkenvogel, der besonders durch seinen massiven, kegelförmigen Schnabel hervorsticht. Er lebt vor allem in Laub- und Mischwäldern mit altem Baumbestand, kommt aber auch in Parks und größeren Gärten vor. Trotz seiner Größe und auffälligen Färbung hält er sich meist ruhig und verborgen in den Baumkronen auf. In Deutschland ist er weit verbreitet, jedoch aufgrund seiner zurückhaltenden Lebensweise oft schwer zu entdecken und gilt als überwiegend standorttreuer Standvogel.

  • Ein farbenfroher Vogel mit schwarz-weißem Kopf, langen Federkiele auf dem Kopf, bunt schillernden Flügeln und roten Beinen, stehend auf einer grasbewachsenen Fläche.

    Kiebitz

    Der Kiebitz (Vanellus vanellus) gehört zu den auffälligsten Bodenbrütern unserer offenen Landschaften. Besonders im Frühjahr machen ihn seine eleganten Balzflüge und sein markanter Ruf über Wiesen, Weiden und Feuchtflächen gut erkennbar. Er besiedelt weiträumige Gebiete mit niedrigem Bewuchs, wo er am Boden nach Insekten sucht. Die metallisch schimmernden Flügel und die charakteristische Federhaube prägen sein unverwechselbares Erscheinungsbild.

  • Ein Buntspecht, der am Boden auf der Suche nach Nahrung ist, nahe einem Baumstumpf mit Moos und Erde, bei warmem Sonnenlicht im Hintergrund.

    Kleiber

    Der Kleiber (Sitta europaea) ist ein kompakter Waldvogel mit kräftigem Schnabel und blaugrauem Rücken. Charakteristisch ist seine Fähigkeit, Baumstämme kopfüber hinabzulaufen, was unter heimischen Singvögeln nahezu einzigartig ist. Er lebt vor allem in Laub‑ und Mischwäldern mit alten Bäumen, kommt aber auch häufig in Parks und größeren Gärten vor. Sein lauter, klarer Ruf ist oft schon von weitem zu hören und verrät seine Anwesenheit im Wald.

  • Ein schwarzer Gania sitzt im Wasser vor einer Uferböschung mit hohem Schilf und Holzstämmen.

    Kormoran

    Der Kormoran (Phalacrocorax carbo) ist ein großer, überwiegend schwarz gefärbter Wasservogel, der vor allem durch seine Tauchjagd nach Fischen auffällt. Mit seinem langen Hals, dem kräftigen Schnabel und dem schlanken Körperbau ist er hervorragend an das Leben im Wasser angepasst. Er bewohnt Küsten, Seen und Flüsse und ist in weiten Teilen Deutschlands ganzjährig oder als Durchzügler zu beobachten. Typisch ist sein Verhalten, nach dem Tauchen mit ausgebreiteten Flügeln zu ruhen und das Gefieder zu trocknen. Häufig tritt er in Trupps auf und nutzt feste Schlaf- und Rastplätze.

  • Hirsch im Sonnenlicht im Wald, umgeben von Bäumen und grüner Vegetation.

    Reh

    Das Reh (Capreolus capreolus) ist das häufigste heimische Schalenwild und ein typischer Bewohner strukturreicher Kulturlandschaften. Mit seinem schlanken Körperbau und dem jahreszeitlich wechselnden Fell ist es gut an unterschiedlichste Lebensräume angepasst. Es lebt meist einzelgängerisch oder in kleinen Gruppen und zeigt ein ausgeprägt standortgebundenes Verhalten, wobei es sich bevorzugt in kleinräumigen, deckungsreichen Gebieten aufhält. Als überwiegend dämmerungsaktives Tier lässt es sich besonders in den frühen Morgen- und Abendstunden beobachten.

  • Ein Fuchs steht im hohen Gras vor einer dichten grünen Buschwand.

    Rotfuchs

    Der Rotfuchs (Vulpes vulpes) ist ein mittelgroßer, wendiger Beutegreifer, der vor allem durch sein rotbraunes Fell und den buschigen Schwanz mit weißer Spitze auffällt. Er lebt in Wäldern, Feldern und zunehmend auch in Siedlungsgebieten und ist dort meist in der Dämmerung oder nachts unterwegs. Trotz seiner Größe wirkt er sehr flink und anpassungsfähig, während er auf Nahrungssuche geht. In Deutschland ist er weit verbreitet und passt sich gut an unterschiedliche Lebensräume an. Als dämmerungs- und nachtaktives Tier lässt er sich mit etwas Glück in den frühen Morgen- oder Abendstunden beobachten.

  • Ein kleiner Rotkehlchen sitzt auf einem dünnen Ast vor grünem Hintergrund.

    Rotkehlchen

    Das Rotkehlchen (Erithacus rubecula) ist einer der bekanntesten und beliebtesten heimischen Singvögel. Mit seiner leuchtend orange-roten Kehle und Brust, dem rundlichen Körper und den großen dunklen Augen wirkt es zugleich neugierig und zutraulich. Man trifft es das ganze Jahr über in Gärten, Parks und Wäldern, wo es – oft aus nächster Nähe – seinen klaren, melodischen Gesang hören lässt. Besonders im Winter fällt es als mutiger kleiner Farbtupfer in der kahlen Landschaft auf.

  • Ein Greifvogel fliegt mit ausgebreiteten Flügeln gegen einen klaren blauen Himmel.

    Rotmilan

    Der Rotmilan (Milvus milvus) ist ein großer Greifvogel, der vor allem durch seinen tief gegabelten Schwanz und seinen eleganten Segelflug auffällt. Er lebt überwiegend in offenen Kulturlandschaften mit Wiesen, Feldern und kleineren Waldgebieten und ist dort regelmäßig über weiten Flächen kreisend zu beobachten. Trotz seiner Größe wirkt er oft ruhig und gleitend in der Luft, während er nach Nahrung sucht. In Deutschland ist er weit verbreitet und hat hier einen seiner wichtigsten Verbreitungsschwerpunkte weltweit, weshalb wir eine besondere Verantwortung seinen Schutz haben. Er ist, je nach Nahrungsangebot, meist Standvogel.

  • Eule sitzt auf einem Ast in einem dunklen Wald mit bläulichem Licht im Hintergrund.

    Sperlingskauz

    Der Sperlingskauz (Glaucidium passerinum) ist die kleinste Eulenart Europas und ist trotz seiner geringen Größe erstaunlich selbstbewusst. Er lebt vor allem in Nadel- und Mischwäldern mit altem Baumbestand und ist häufig auch tagsüber aktiv. Charakteristisch sind sein rundlicher Kopf und die auffälligen „Augenflecken“ im Nacken. In Deutschland ist er vor allem in den Mittelgebirgen und in den Alpen verbreitet. Er gilt als standorttreuer Vogel, der sich meist unauffällig im dichten Wald aufhält. Am besten lässt er sich in den frühen Morgen- und Abendstunden beobachten, besonders während der Balzzeit im Frühjahr.

  • Ein grau-weiß gefiederter Falke sitzt auf einem Ast einer grünen Koniferenpflanze.

    Turmfalke

    Der Turmfalke (Falco tinnunculus) ist ein häufiger heimischer Greifvogel, der durch seinen rüttelnden Flug auf Beutesuche auffällt. Mit seinem rotbraunen Gefieder, dem gefleckten Rücken und dem langen, gefächerten Schwanz ist er gut zu erkennen. Er jagt vor allem Mäuse, die er aus der Luft erspäht – dabei hilft ihm sein scharfer Blick und die Fähigkeit, UV-Spuren wahrzunehmen. Offene Landschaften, Felder und Wiesen gehören zu seinem bevorzugten Lebensraum. In Deutschland ist er ganzjährig zu beobachten und nutzt gerne Gebäude oder Kirchtürme als Nistplatz.

  • Eine Eule befindet sich auf einem Felsen zwischen Steinen und Holz, im Dunkeln, wahrscheinlich in einer Höhle oder einem Versteck.

    Waldkauz

    Der Waldkauz (Strix aluco) ist eine mittelgroße, gedrungen wirkende Eule mit rundem Kopf und großen, dunklen Augen. Er besiedelt Wälder, Parks und alte Baumbestände und ist in Deutschland weit verbreitet. Als überwiegend nachtaktiver Standvogel wird er meist eher durch seinen markanten Ruf als durch direkte Beobachtung wahrgenommen. Typisch sind seine feste Revierbindung und die Nutzung von Baumhöhlen oder anderen geschützten Nischen als Brutplatz. Dank seiner guten Anpassungsfähigkeit kommt er auch in Siedlungsnähe regelmäßig vor.

  • Weitere Tiere

    wird kontinuierlich um weitere Tiere ergänzt