Kormoran – Schwarzer Jäger mit langem Hals
Allgemein
Aussehen
Der Kormoran besitzt ein überwiegend schwarzes, leicht grünlich schimmerndes Gefieder mit metallischem Glanz. Der lange Hals, der kräftige, am Ende hakenförmig gebogene Schnabel und die relativ kurzen Beine verleihen ihm eine gestreckte, charakteristische Gestalt. Im Prachtkleid zeigen erwachsene Vögel auffällige weiße Kopf- und Halszeichnungen sowie helle Schenkelpartien.
Männchen sind in der Regel etwas größer und kräftiger gebaut als Weibchen, unterscheiden sich im Gefieder jedoch kaum. Jungvögel sind insgesamt bräunlicher gefärbt und besitzen eine deutlich hellere Brust- und Bauchseite.
Der Kormoran kann an Steilküsten mit der Krähenscharbe verwechselt werden. Diese ist jedoch deutlich kleiner und schlanker gebaut, besitzt einen feineren Schnabel und wirkt insgesamt zierlicher.
Verbreitung
Der Komoran besiedelt große Teile Europas, Asiens, Afrikas und Nordamerikas
In Deutschland ist er flächendeckend an Küsten, großen Seen und Flüssen zu finden.
Bei uns ist der Kormoran ist deutschlandweit überwiegend Standvogel, kann aber auch als Zugvogel beobachtet werden, wenn nördliche Populationen ins Überwinterungsgebiet ziehen.
Lebensraum
Der Kormoran besiedelt sowohl Küstengewässer als auch zahlreiche Binnengewässer und ist an Seen, Flüssen, Stauseen und Teichlandschaften weit verbreitet.
Besonders wichtig sind fischreiche Gewässer mit ruhigen Uferbereichen sowie geeigneten Schlaf- und Brutplätzen.
Zur Rast nutzt er häufig Pfähle, Bäume, Felsen oder künstliche Strukturen in Gewässernähe.
Während der Brutzeit hält er sich bevorzugt in der Nähe störungsarmer Brutkolonien auf, im Winter auch an eisfreien Gewässern.
Brut
Nest: in Kolonien auf Bäumen, Felsen oder Inseln
Brutzeit: März-Juni
Bruthäufigkeit: 1 Brut mit 3–4 Eiern
Brutdauer ca. 28-30 Tage
Nahrung
Der Kormoran ernährt sich überwiegend von Fischen, die er durch ausdauerndes Tauchen unter Wasser erbeutet. Dabei jagt er meist einzeln oder in kleinen Gruppen und verfolgt seine Beute mit schnellen, kraftvollen Schwimmbewegungen. Die Zusammensetzung der Nahrung richtet sich vor allem nach dem örtlichen Fischbestand und der Gewässerart. Seltener werden auch Krebse und andere kleinere Wassertiere aufgenommen.
Beobachtungstipp
Gut an größeren Gewässern zu beobachten
Oft auf Pfählen oder Bäumen ruhend
Häufig mit zum Trocknen ausgebreiteten Flügeln zu beobachten
Im Winter in Trupps an eisfreien Gewässern