Rotmilan – Der rote Greifvogel Europas
Allgemein
Aussehen
Der Rotmilan ist ein großer, schlanker Greifvogel mit langen, schmalen Flügeln und einem deutlich gegabelten, rostrot gefärbten Schwanz. Sein Gefieder ist überwiegend rostbraun mit grauweißem Kopf und auffälligen weißen Flügelfeldern.
Das Weibchen im Durchschnitt etwas größer und kräftiger gebaut, optische Unterschiede gibt es kaum.
Jungvögel sind insgesamt matter gefärbt und zeigen einen weniger stark ausgeprägten, oft etwas kürzeren gegabelten Schwanz.
Verbreitung
Der Rotmilan ist eine fast ausschließlich in Europa vorkommende Art mit einem klaren Schwerpunkt in Mitteleuropa.
Deutschland beherbergt einen besonders großen Teil des Weltbestandes.
Ein Teil der Population zieht im Winter nach Südwesteuropa, während einige Vögel auch in Mitteleuropa überwintern.
Lebensraum
Der Rotmilan bevorzugt vor allem offene Kulturlandschaften mit abwechslungsreicher Struktur.
Wichtig sind Wiesen und Felder zur Nahrungssuche sowie Wälder oder Baumgruppen als Brutplätze.
Besonders häufig ist er in Regionen mit extensiver Landwirtschaft und reichhaltigem Nahrungsangebot.
Brut
Nest: großer Horst in Bäumen
Balz: Februar-März
Brutzeit: April-Juni
Bruthäufigkeit: 1 Brut mit 2–3 Eiern
Brutdauer: 31-32 Tage
Nest-/Ästlingszeit: 48-55 Tage
Die Paare leben meist monogam und zeigen eine starke Bindung an ihr Brutgebiet.
Nahrung
Der Rotmilan ist ein vielseitiger Nahrungssucher. Neben Kleinsäugern, Vögeln und Insekten frisst er auch Aas. Dies unterscheidet ihn damit auch von den meisten anderen Greifvogelarten.
Oft sucht er im Flug nach Beute oder sammelt die Nahrung vom Boden auf.
Besonders attraktiv sind für ihn auch frisch gemähte Wiesen.
Beobachtungstipp
Gut in offenen Landschaften mit Feldern und Wiesen zu beobachten
Besonders auffällig ist sein langsames Kreisen in der Luft
Der gegabelte Schwanz hilft, ihn auch aus größerer Entfernung sicher zu erkennen