Gänsesäger – Der stromlinienförmige Fischjäger

Allgemein

Aussehen

Der Gänsesäger ist eine große, schlanke Ente mit stromlinienförmigen Körper und schmalem, leicht gezähntem roten Hakenschnabel, der ideal zum Festhalten von Fischen geeignet ist. Das Männchen zeigt im Prachtkleid einen dunkelgrünen Kopf, einen weißen Körper und einen schwarzen Rücken, während das Weibchen durch einen rostbraunen Kopf mit struppiger Haube und einen grauen Körper auffällt. Im Flug wirken beide Geschlechter gestreckt und schnell.

Jungvögel ähneln den Weibchen, sind jedoch insgesamt matter gefärbt und weniger kontrastreich. Im Schlichtkleid ähnelt das Männchen ebenfalls dem Weibchen, behält aber ein großes weißes Flügelfeld.

Verbreitung

Der Gänsesäger ist in weiten Teilen der Nordhalbkugel verbreitet.

In Deutschland kommt er vor allem an größeren Seen und Flüssen vor, wobei er im Winter deutlich häufiger ist.

Brutvorkommen gibt es vor allem in Süddeutschland und in geeigneten Gewässerlandschaften.

Lebensraum

Der Gänsesäger bevorzugt klare, fischreiche Gewässer wie Seen, Flüsse und größere Bäche.

Wichtig sind ruhige Bereiche, sowie geeignete Brutplätze in Baumhöhlen oder Nistkästen in Gewässernähe.

Brut

Nest: meist Baumhöhlen und Nistkästen in Gewässernähe

Balz: Dezember-März (Höhepunkt Januar/Februar)

Brutzeit: April-Juni

Bruthäufigkeit: 1 Brut mit 8–12 Eiern

Brutdauer: 30-32 Tage

Nest-/Ästlingszeit: 60-70 Tage

Nahrung

Die Nahrung des Gänsesägers besteht überwiegend aus Fischen, die tauchend verfolgt und gefangen werden.

Daneben werden auch Wasserinsekten und kleine Wirbeltiere aufgenommen.

Er zählt zu den wenigen Entenarten, die sich stark auf Fischjagd spezialisiert haben.

Beobachtungstipp

Gut an größeren Seen und Flüssen zu beobachten.

Oft sieht man ihn tauchend oder in kleinen Gruppen schwimmend.

Besonders im Winter ist er vielerorts gut zu entdecken.

Verbreitungskarte