Blaukehlchen - der Sänger mit der blauen Kehle

Allgemein

Aussehen

Das Männchen des Blaukehlchens besitzt eine auffällig blaue Kehle, die meist von einem weißen oder rötlichen Kehlfleck (je nach Unterart) geprägt ist. Darunter folgt ein rostfarbenes Brustband. Rücken und Flügel sind braungrau gefärbt, der Schwanz zeigt rötliche Seitenpartien.

Weibchen sind deutlich unauffälliger und besitzen keine vollständig blaue Kehle, sondern nur eine angedeutete Zeichnung.

Jungvögel sind stark gesprenkelt und ähneln jungen Rotkehlchen.

Verbreitung

Das Blaukehlchen ist in großen Teilen Europas und Asiens verbreitet.

In Deutschland ist es eher lückenhaft verbreitet. Es kommt vor allem in geeigneten Feuchtgebieten, insbesonder im Norden vor, etwa an Küsten, in Flussauen oder Moorlandschaften. Das Blaukehlchen ist ein typischer Sommervogel der von März-September anzutreffen ist.

Die meisten Populationen sind Langstreckenzieher und überwintern in Südeuropa, Nordafrika oder im südlichen Asien.

Lebensraum

Das Blaukehlchen bevorzugt feuchte Landschaften mit dichter Vegetation. Typische Lebensräume sind Schilfröhrichte, Moore, Flussauen oder Gebüschzonen mit Weiden und anderen Sträuchern.

Wichtig sind offene Stellen oder erhöhte Singwarten, von denen aus das Männchen seinen Gesang vorträgt.

Brut

Nest: gut versteckt am Boden in dichter Vegetation

Balzzeit: April-Mai

Brutzeit: Mai-Juli

Bruthäufigkeit: 1-2 Bruten mit 5-7 Eier

Brutdauer: 13-14 Tage

Nest-/Ästlingszeit: 13-15 Tage

Nahrung

Die Nahrung besteht überwiegend aus Insekten, Spinnen und anderen kleinen wirbellosen Tieren.

Diese werden meist am Boden oder in niedriger Vegetation gesucht.

Gelegentlich frisst das Blaukehlchen aber auch Beeren.

Beobachtungstipp

Im Frühjahr (April) und Frühsommer früh morgens oder abends – gut zu hören, schwer zu sehen. Geduld lohnt sich!

Am besten Feuchtgebieten mit Schilf oder Gebüsch zu beobachten.

Häufig sitzt das Männchen während des Gesangs kurz auf erhöhten Halmen oder Sträuchern.

Oft verrät der melodische Gesang seine Anwesenheit, bevor man den Vogel sieht.

Verbreitungskarte