Eichelhäher – Der aufmerksame Bewohner unserer Wälder

Allgemein

Aussehen

Der Eichelhäher besitzt ein überwiegend rosabraunes Gefieder mit hellem Bürzel, schwarzem Schnurrbartstreif und einem auffälligen blau-schwarz gebänderten Flügelfeld. Der Schwanz und die Flügel sind größtenteils schwarz, während der weiße Bürzel besonders im Flug gut sichtbar ist. Auffällig ist außerdem die kleine, aufstellbare Federhaube auf dem Kopf, die bei Erregung oder Aufmerksamkeit deutlich aufgerichtet werden kann.

Männchen und Weibchen sehen sich äußerlich sehr ähnlich und unterscheiden sich kaum in Größe oder Färbung.

Jungvögel wirken insgesamt etwas matter gefärbt und besitzen einen weniger deutlich ausgeprägten Flügelfleck als ausgewachsene Tiere.

Verbreitung

Der Eichelhäher ist in weiten Teilen Europas, Nordafrikas und Asiens verbreitet.

In Deutschland kommt er flächendeckend vor und besiedelt sowohl ausgedehnte Wälder als auch strukturreiche Parks und Gärten.

Der Eichelhäher ist bei uns Standvogel und bleibt ganzjährig in seinem Brutgebiet.

Lebensraum

Der Eichelhäher bevorzugt Laub-, Misch- und Nadelwälder mit einem hohen Anteil fruchttragender Bäume.

Daneben lebt der Eichelhäher auch in Parks, großen Gärten und Waldrändern, sofern ausreichend Bäume sowie ein gutes Nahrungsangebot vorhanden sind.

Brut

Nest: Freinest in Bäumen oder Sträuchern

Balzzeit: März-April

Brutzeit: April-Juni

Bruthäufigkeit: 1 Brut mit 4–7 Eiern

Brutdauer: 16-17 Tage

Nest-/Ästlingszeit: 19-23 Tage

Während der Balz füttert das Männchen häufig das Weibchen als Teil der Paarbindung. Beide Eltern beteiligen sich am Nestbau, an der Brutpflege und an der Aufzucht der Jungvögel.

Die Paare bleiben meist mehrjährig zusammen.

Nahrung

Der Eichelhäher ernährt sich sehr vielseitig.

Zu seiner Nahrung gehören Eicheln, Bucheckern, Nüsse, Samen, Beeren und Früchte sowie Insekten, Würmer, kleine Wirbeltiere und gelegentlich Eier oder Jungvögel anderer Vogelarten.

Im Herbst legt er große Vorräte an Eicheln an, die ihm als Winterfutter dienen. Hierbei versteckt er mehrere tausend Eicheln pro Jahr als Nahrungsvorrat, vergisst jedoch einen Teil seiner Verstecke. Dadurch trägt er maßgeblich zur Verbreitung von Eichen und anderen Baumarten bei.

Beobachtungstipp

Eichelhäher lassen sich besonders gut an Waldrändern, in Parks und größeren Gärten beobachten.

Oft fallen sie zuerst durch ihre lauten, krächzenden Warnrufe auf, bevor sie zwischen den Bäumen sichtbar werden.

Er ist besonders begabt im Imitieren anderer Vögel, vor allem Spechte und Habichte macht er täuschend echt nach.

Im Herbst ist er häufig beim Sammeln und Verstecken von Eicheln zu beobachten.

Besonders im Winter ist er auch oft an Futterstellen anzutreffen.

Verbreitungskarte