Bergfink – Der Gast aus dem Norden

Allgemein

Aussehen

Der Bergfink besitzt eine auffällige orangefarbene Brust und Schulterpartien sowie schwarz‑weiße Flügel mit markanten weißen Flecken. Der Rücken ist dunkel gefärbt, im Winter wirkt das Gefieder durch helle Säume oft etwas schuppig. Der Bauch ist weiß. Männchen zeigen im Prachtkleid einen tiefschwarzen Kopf und Rücken.

Die Weibchen sind insgesamt etwas matter und bräunlicher gefärbt sind.

Die Jungvögel ähneln den Weibchen und besitzen noch nicht die kräftige orange Brust der Altvögel.

Verbreitung

Der Bergfink brütet vor allem in den Birken‑ und Nadelwäldern Skandinaviens, Nordrusslands und Sibiriens. Im Winter zieht ein Großteil der Population nach Mittel‑ und Südeuropa.

In Deutschland ist er daher hauptsächlich als Wintergast zu beobachten, oft in großen Schwärmen zusammen mit Buchfinken, wobei seine Anzahl stark schwanken kann.

Besonders in Jahren mit reichem Samenangebot, etwa bei Bucheckern, können sich große Winteransammlungen bilden.

Lebensraum

Während der Brutzeit bewohnt der Bergfink vor allem lichte Nadel‑ und Birkenwälder der nördlichen Taiga.

Im Winter hält er sich häufig in offenen Landschaften, an Waldrändern oder in Buchenwäldern auf. Dort sucht er gemeinsam mit anderen Finkenarten nach Samen.

Brut

Nest: gut versteckt in Bäumen oder Sträuchern

Balzzeit: Mai

Brutzeit: Mai-Juni (in der nördlichen Taiga)

Bruthäufigkeit: 1 Brut mit 5–7 Eiern

Brutdauer: 11-13 Tage

Nest-/Ästlingszeit: 13-14 Tage

Nahrung

Die Nahrung besteht überwiegend aus Samen, besonders von Birken, Erlen und Gräsern. Im Winter spielen Bucheckern eine wichtige Rolle.

Während der Brutzeit werden auch zahlreiche Insekten und deren Larven aufgenommen, die vor allem zur Aufzucht der Jungtiere dienen.

Sein kräftiger, kegelförmiger Schnabel ist gut zum Knacken von Samen geeignet.

Beobachtungstipp

In Deutschland vor allem im Herbst und Winter zu beobachten.

Besonders an Waldrändern, auf Feldern oder in Buchenwäldern treten sie häufig in größeren Schwärmen auf.

Auch an Futterstellen können sie zusammen mit anderen Finkenarten erscheinen.

In Jahren mit reicher Buchenmast können sich Bergfinken zu riesigen Schlafgemeinschaften mit tausenden bis Millionen Vögeln sammeln (solche Phänomene wurden beispielsweise in Süddeutschland, der Schweiz und Österreich beobachtet)

Verbreitungskarte