Graureiher – Der geduldige Fischjäger

Allgemein

Aussehen

Der Graureiher ist ein großer, schlanker Vogel mit langen Beinen, langem Hals und spitzem, gelbem, dolchartigem Schnabel. Sein Gefieder ist überwiegend grau, mit hellerem Hals und dunklen Streifen am Kopf, die sich zu verlängerten Schmuckfedern ausziehen können. Im Flug hält er den Hals s-förmig eingezogen, was typisch für Reiher ist.

Männchen und Weibchen sehen sich sehr ähnlich, Männchen sind meist etwas größer.

Jungvögel sind insgesamt matter gefärbt und weniger kontrastreich.

Verbreitung

Der Graureiher ist die häufigste Reiherart in Europa und in weiten Teilen Europas, Asiens und Afrikas verbreitet.

In Deutschland kommt er flächendeckend vor und hat sich nach früheren Bestandsrückgängen wieder deutlich erholt.

Viele Tiere bleiben ganzjährig im Brutgebiet, während andere je nach Witterung ziehen.

Lebensraum

Der Graureiher bevorzugt Gewässer aller Art, darunter Seen, Flüsse, Teiche und Feuchtgebiete.

Wichtig sind flache Uferzonen zum Jagen sowie hohe Bäume in der Nähe für Brutkolonien.

Brut

Nest: große Horste auf Bäumen (Koloniebrüter)

Balz: Februar-April

Brutzeit: März-Juni

Bruthäufigkeit: 1 Brut mit 3–5 Eiern

Brutdauer: 25-27 Tage

Nest-/Ästlingszeit: 50-60 Tage

Nahrung

Die Nahrung des Graureihers besteht vor allem aus Fischen, daneben auch aus Amphibien, Insekten, kleinen Säugetieren und anderen Kleintieren.

Die Jagd erfolgt meist regungslos lauernd im flachen Wasser.

Beobachtungstipp

Gut an Gewässern zu beobachten, oft einzeln im flachen Wasser stehend.

Besonders aktiv in den frühen Morgen- und Abendstunden.

Im Flug leicht an den langsamen Flügelschlägen und dem eingezogenen Hals zu erkennen.

Verbreitungskarte