Scharlachara – Farbenfroher Bewohner des Regenwaldes

Allgemein

Aussehen

Der Scharlachara besitzt ein überwiegend leuchtend rotes Gefieder mit gelben und blauen Flügeln sowie einen langen, roten Schwanz, der ihm im Flug eine hohe Wendigkeit verleiht. Sein kräftiger, heller Schnabel eignet sich hervorragend zum Knacken harter Nüsse und Samen, während die unbefiederte, weißliche Gesichtshaut mit feinen roten Federlinien ein weiteres charakteristisches Merkmal ist.

Männchen und Weibchen sehen äußerlich nahezu gleich aus und unterscheiden sich kaum in Größe oder Färbung.

Jungvögel besitzen meist ein etwas matteres Gefieder, einen kürzeren Schwanz und dunklere Augen als ausgewachsene Tiere.

Verbreitung

Der Scharlachara ist von Südmexiko über Mittelamerika bis in den Norden Südamerikas verbreitet.

Sein Verbreitungsgebiet umfasst unter anderem Teile von Belize, Costa Rica, Panama, Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien und Brasilien.

In einigen Regionen sind die Bestände durch Lebensraumverlust und illegalen Tierhandel zurückgegangen.

Fortpflanzung

Nest: Baumhöhle (meist in alten, großen Urwaldbäumen)

Balzzeit: regionsabhängig (Dezember-Februar)

Brutzeit: regionsabhängig in Trockenzeit (Januar-April)

Bruthäufigkeit: 1 Brut mit 2-3 Eiern

Brutdauer 24-28 Tage

Nest-/Ästlingszeit: 90-100 Tage

Geschlechtsreife: 3-5 Jahre

Scharlacharas bilden häufig lebenslange Paarbindungen

Lebensraum

Der Scharlachara bevorzugt tropische Regenwälder, Galeriewälder und bewaldete Flusslandschaften.

Er hält sich meist in den oberen Baumkronen auf und benötigt große, alte Bäume als Schlaf- und Brutplätze.


Nahrung

Der Scharlachara ernährt sich hauptsächlich von Früchten, Nüssen, Samen, Beeren und Blüten.

Mit seinem kräftigen Schnabel kann er selbst sehr harte Schalen aufbrechen.

Gelegentlich nimmt er Lehm von sogenannten Lehmlecken auf, wodurch vermutlich Giftstoffe aus der Nahrung gebunden und Mineralstoffe aufgenommen werden.

Beobachtungstipp

Scharlacharas lassen sich am besten früh am Morgen oder am späten Nachmittag beobachten, wenn sie laut rufend zwischen Schlaf- und Nahrungsplätzen fliegen.

Besonders gute Chancen bestehen entlang von Flüssen oder an Lehmlecken in tropischen Regenwäldern.

Sie gehören zu den intelligentesten Papageien und kommunizieren mit lauten Rufen über große Entfernungen.

Verbreitungskarte