Kleiber – Der unverwechselbare Kletterer
Allgemein
Aussehen
Der Kleiber besitzt eine blaugraue Oberseite und eine helle bis rostfarbene Unterseite. Auffällig ist der schwarze Augenstreif, der sich vom Schnabel bis in den Nacken zieht. Der Körper wirkt gedrungen, der Schwanz ist kurz.
Männchen zeigen meist eine etwas intensivere rostfarbene Färbung an den Flanken, Weibchen sind insgesamt etwas blasser.
Verbreitung
Weltweit ist der Kleiber in weiten Teilen Europas sowie in West‑ und Zentralasien verbreitet.
In Deutschland kommt er nahezu flächendeckend vor und fehlt lediglich in weitgehend baumarmen Landschaften.
Als Standvogel bleibt er das ganze Jahr über in seinem Revier und zeigt eine ausgeprägte Standorttreue.
Lebensraum
Der Kleiber bevorzugt strukturreiche Laub‑ und Mischwälder mit altem Baumbestand. Wichtig sind alte Baumbestände mit geeigneten Höhlenstrukturen als Brutplätze.
Auch in Parks, Friedhöfen und größeren Gärten ist er regelmäßig anzutreffen.
Brut
Nest: Baumhöhle, Eingang oft mit Lehm verengt
Brutzeit: April-Mai
Bruthäufigkeit: 1 Brut mit 5–9 Eiern
Brutdauer ca. 14-16 Tage
Nestlingszeit: ca. 22-25 Tage
Besonders charakteristisch ist das „Zumauern“ des Höhleneingangs mit Lehm, wodurch die Öffnung an die eigene Körpergröße angepasst wird.
Nahrung
Im Frühjahr und Sommer ernährt er sich überwiegend von Insekten und deren Larven, die er aus Rindenspalten und Baumritzen pickt.
Im Herbst und Winter spielen Samen und Nüsse eine größere Rolle. Diese klemmt er häufig in Rindenspalten ein, um sie mit kräftigen Schnabelhieben zu öffnen.
Beobachtungstipp
Ganzjährig gut zu beobachten
Auffällig durch laute, pfeifende Rufe
Typisch ist das kopfüber Laufen am Stamm
Häufig an Futterstellen im Winter