Jagdfasan – Prachtvogel der offenen Fluren
Allgemein
Aussehen
Der Jagdfasan zeichnet sich durch einen kräftigen, langgestreckten Körperbau mit sehr langem Schwanz aus. Das Männchen besitzt ein auffällig buntes Gefieder mit grünlich schimmerndem Kopf, roter Gesichtshaut, hellem Halsring (je nach Unterart) und kupferfarbenem bis goldbraunem Körper. Die Flanken sind dunkel gemustert, der Schwanz lang und gebändert.
Das Weibchen ist deutlich schlichter gefärbt, insgesamt braun-beige mit feiner Sprenkelung, was eine gute Tarnung am Boden ermöglicht.
Verbreitung
Als ursprünglicher Wildvogel ist der Jagdfasan nur im östlichen Kaukasus und angrenzenden Teilen Asiens verbreitet.
In weiten Teilen Europas wurde er über lange Zeit in großer Zahl gezüchtet und zu Jagdzwecken ausgesetzt. In vielen Regionen haben sich daraus stabile, selbsterhaltende Populationen entwickelt.
In Deutschland ist er weit verbreitet, vor allem in strukturreichen Agrarlandschaften des Tieflandes. In Mittelgebirgen und stark bewaldeten Regionen deutlich seltener. Die Bestände sind regional sehr unterschiedlich und gehen überwiegend auf ausgesetzte Populationen zurück.
Der Jagdfasan ist in Deutschland Standvogel und bleibt ganzjährig im Brutgebiet. Im Winter kommt es nur zu kleinräumigen Ausweichbewegungen.
Lebensraum
Der Jagdfasan besiedelt überwiegend halboffene bis offene Lebensräume. Bevorzugt werden Felder und Wiesen sowie strukturreiche, landwirtschaftlich geprägte Ackerlandschaften mit Hecken, Brachen und Feldrändern. Darüber hinaus nutzt er auch Röhrichte, Auen und andere deckungsreiche Bereiche.
Brut
Nest: gut verborgene Bodenmulde
Brutzeit: April-Juni
Bruthäufigkeit: 1 Brut mit 8–12 Eiern
Brutdauer ca. 23-25 Tage
Nahrung
Sämereien, Gräser, Kräuter, Insekten und andere Wirbellose
Im Winter überwiegend pflanzliche Nahrung
Beobachtungstipp
Am ehesten früh morgens oder abends aktiv
Häufig an Feldrändern und Wegen zu sehen
Männchen im Frühjahr durch Rufe auffällig
Bei Störung schnelle Flucht laufend, seltener auffliegend