Bisamratte – Nager der Feuchtgebiete

Allgemein

Aussehen

Die Bisamratte ist ein kräftig gebautes Nagetier mit dichtem, wasserabweisendem braunem Fell. Der Körper wirkt gedrungen, der lange, seitlich abgeflachte Schwanz dient beim Schwimmen als Steuer. Kleine Ohren und Augen sowie kräftige Hinterbeine sind typisch für ihre Anpassung an das Wasserleben.

Männchen und Weibchen sehen sich sehr ähnlich und unterscheiden sich äußerlich kaum.

Jungtiere sind kleiner, dunkler gefärbt und besitzen ein insgesamt feineres, noch nicht voll entwickeltes Fell.

Verbreitung

Die Bisamratte stammt ursprünglich aus Nordamerika und wurde in Europa eingeführt, wo sie sich stark ausgebreitet hat.

In Deutschland ist sie heute nahezu flächendeckend an geeigneten Gewässern zu finden. Sie besiedelt vor allem Regionen mit ruhigen oder langsam fließenden Gewässern.

Lebensraum

Die Bisamratte bevorzugt Uferbereiche von Seen, Flüssen, Teichen und Kanälen mit dichter Vegetation.

Wichtig sind weiche Böden, in die sie ihre Baue graben kann.

Alternativ errichtet sie auch pflanzliche Nester im Wasser.

Fortpflanzung

Nest: selbst gegrabener Uferbau mit unter Wasser liegendem Eingang oder aufgeschichtete Nester aus Pflanzenmaterial (sogenannte „Burgen“) im flachen Wasser

Fortpflanzungszeit: März-September

Würfe: 2-3 Würfe mit 4-6 Jungtieren

Tragzeit: 25-30 Tage

Säugezeit: 3-4 Wochen

Geschlechtsreife: 6-12 Monate

Jungtiere sind Nesthocker, bis ihnen ein wasserdichtes Fell gewachsen ist (3-4 Wochen)

Nahrung

Die Bisamratte ernährt sich hauptsächlich von Wasserpflanzen, Gräsern und Ufervegetation.

Gelegentlich frisst sie auch Muscheln, Schnecken oder kleine Tiere.

Oft entstehen dabei gut sichtbare Fraßplätze am Ufer.

Beobachtungstipp

Am besten in den frühen Morgen‑ oder Abendstunden an ruhigen Gewässern zu beobachten.

Häufig sieht man sie schwimmend oder beim Fressen am Ufer.

Auch Fraßreste oder kleine „Plattformen“ aus Pflanzen sind gute Hinweise.

Verbreitungskarte