Haubenmeise – Mit Federhaube durch die Baumkronen
Allgemein
Aussehen
Die Haubenmeise besitzt ein kontrastreiches graubraunes Gefieder mit heller Unterseite. Charakteristisch ist die schwarz-weiß gemusterte, spitz aufgerichtete Federhaube, die Kopf und Gesicht deutlich prägt. Wangen und Kehle sind hell gefärbt und von dunkler Zeichnung eingerahmt, der Rücken wirkt unauffällig graubraun.
Männchen und Weibchen unterscheiden sich äußerlich kaum.
Die Haubenmeise ist die einzige europäische Meisenart mit ausgeprägter Haube.
Verbreitung
Weite Teile Europas
In Deutschland vor allem in den Mittelgebirgen, im Alpenvorland und in größeren zusammenhängenden Nadelwaldgebiete
Haubenmeisen sind sehr standorttreue Vögel und verbleiben meist das ganze Jahr über in ihrem Revier
Brut
Nest: hackt Bruthöhlen in morsche Stämme oder Baumstümpfe, nutzt auch alte Spechthöhlen
Brutzeit: April-Juni
Bruthäufigkeit: 1 Brut mit 5–8 Eiern
Brutdauer ca. 13-15 Tage
Lebensraum
Vorwiegend in älteren Fichten- und Kiefernbeständen, aber auch in kleinen Nadelwaldinseln im Laubwald
Gebietsweise in Südeuropa auch in Laubwäldern
Beobachtungstipp
Am ehesten in ruhigen, älteren Nadelwäldern zu entdecken
Meist paarweise und in den Baumwipfeln unterwegs
Leiser, dünner Ruf – eher durch Bewegung als durch Gesang auffällig
Im Winter gelegentlich an Futterstellen zu beobachten aber sehr scheu
Nahrung
Insekten und deren Larven, Spinnen, Samen und Knospen
Im Winter auch Nadelbaumsamen