Alpenstrandläufer – Grauer Läufer des Watts

Allgemein

Aussehen

Der Alpenstrandläufer zeigt außerhalb der Brutzeit ein überwiegend graubraunes Gefieder mit heller Unterseite. Auffällig ist der leicht gebogene, schwarze Schnabel. Im Prachtkleid trägt er eine dunkle Bauchfärbung, die deutlich vom helleren Brustbereich abgegrenzt ist.

Männchen und Weibchen unterscheiden sich äußerlich kaum, Weibchen sind meist etwas größer. Jungvögel wirken kontrastreicher und zeigen helle Säume am Rückengefieder.

Verbreitung

Während die Brutgebiete des Alpenstrandläufers hauptsächlich in der Arktis liegen, überwintert er außerhalb in Europa, Afrika und Asien.

In Deutschland ist er vor allem an der Nord‑ und Ostseeküste anzutreffen, während der Zugzeiten jedoch auch im Binnenland.

Er gilt als ausgeprägter Langstreckenzieher.

Lebensraum

Der Alpenstrandläufer nutzt vor allem offene Küstenbereiche mit Watt- und Schlickflächen.

Während des Zuges und im Winter hält er sich an Flachküsten, Lagunen, Salzwiesen sowie an ruhigen Binnengewässern auf.

Entscheidend sind weite, offene Flächen mit reichem Nahrungsangebot und geringer Störung.

Brut

Nest: Bodenmulde in der Tundra

Brutzeit: Juni-Juli

Bruthäufigkeit: 1 Brut mit 3–4 Eiern

Brutdauer ca. 20-22 Tage

Nahrung

Er ernährt sich überwiegend von kleinen wirbellosen Tieren wie Insektenlarven, Würmern und Krebstieren.

Die Nahrungssuche erfolgt stochernd im Schlamm oder auf der Oberfläche, häufig in dicht geschlossenen Trupps.

Beobachtungstipp

Gut während der Zugzeiten zu beobachten

Häufig in großen Schwärmen

Besonders aktiv bei Ebbe

Oft gemeinsam mit anderen Watvogelarten

Verbreitungskarte