Alpenbirkenzeisig – Vogel karger Landschaften
Allgemein
Aussehen
Der Alpenbirkenzeisig ist ein kleiner, zierlicher Fink mit bräunlich gestricheltem Gefieder. Charakteristisch ist der rote Stirnfleck sowie die dunkle Kinnpartie. Die Unterseite ist hell mit feiner Strichelung, beim Männchen zeigt sich häufig ein rötlicher Anflug an Brust und Flanken.
Weibchen sind insgesamt etwas blasser gefärbt.
Jungvögel wirken stärker bräunlich und besitzen noch keine ausgeprägten roten Gefiederpartien.
Verbreitung
Der Alpenbirkenzeisig ist in arktischen und subarktischen Regionen Europas, Asiens und Nordamerikas verbreitet. In Mitteleuropa kommt er vor allem in Gebirgsregionen vor.
In Deutschland brütet er hauptsächlich im Alpenraum, während er außerhalb der Brutzeit auch im Flachland erscheinen kann.
Als Teilzieher zieht er im Winter häufig in südlichere oder tiefere Regionen.
Birkenzeisige können im Winter größere nomadische Wanderbewegungen zeigen. In manchen Jahren treten sie weit außerhalb ihrer eigentlichen Brutgebiete auf, wenn das Samenangebot in ihren Heimatregionen knapp ist.
Lebensraum
Der Alpenbirkenzeisig bewohnt vor allem lichte Bergwälder, Gebüschflächen sowie Birken‑ und Weidenbestände nahe der Baumgrenze. Auch offene Landschaften mit einzelnen Bäumen oder Sträuchern werden genutzt.
Im Winter tritt er häufig in tieferen Lagen auf und kann dann auch in Parks, Gärten oder an Waldrändern beobachtet werden.
Außerhalb der Brutzeit hält er sich auch in offenen Landschaften, an Waldrändern und in Siedlungsnähe auf, sofern geeignete Nahrungsquellen vorhanden sind.
Brut
Nest: kleines Nest aus Halmen und Moos in Sträuchern oder niedrigen Bäumen
Balzzeit: April–Mai
Brutzeit: Mai-Juli
Bruthäufigkeit: 1-2 Bruten mit 4–6 Eiern
Brutdauer 11-13 Tage
Nestlingszeit: 12–14 Tage
Nahrung
Die Nahrung besteht überwiegend aus kleinen Samen von Birken, Erlen, Gräsern und Kräutern. Ergänzend werden Knospen und feine Pflanzenteile aufgenommen.
Die Nahrungssuche erfolgt meist in Bäumen und Sträuchern, oft in kleinen Trupps.
Sein kurze, spitze Schnabel eignet sich gut zum Aufnehmen kleiner Samen.
Beobachtungstipp
Am besten in Gebirgsregionen mit Birken‑ oder Erlenbeständen zu beobachten.
Außerhalb der Brutzeit tritt er häufig in kleinen Schwärmen auf und kann dann auch im Tiefland erscheinen.
Sein hoher, rollender Ruf verrät oft seine Anwesenheit.